5. Oktoberfest in Caromb am 30.09.2017

Es könnte zu einer Dauereinrichtung werden im Partnerschaftsleben der beiden Schwestergemeinden. Die Werbung, nicht zuletzt die Einladung der Präsidentin Laurence Guittet, im regionalen Rundfunk, brachte zahlreiche Gäste auch aus der weiteren Umgebung nach Caromb.

Das war zu erkennen an den diversen Autokennzeichen auf dem überfüllten Parkplatz.

Im Festsaal mit integriertem Zelt liebevoll weiß/blau dekoriert warteten die mitgebrachten "Spezialitäten": wie Weißwurst selbstverständlich mit süßem Senf, Bratwurst, Sauerkraut, Brezeln, Rote Grütze mit Vanillesoße, selbst der hausgemachte Spundekäs - zunächst vorsichtig probiert - aber dann war plötzlich die Schüssel leer.

Mit einem guten Schluck, in Glashütten von Maximilian Bannenberg gebrautem Bier und von der Glashüttener Bürgermeisterin gestiftet, erklärte der Caromber Bürgermeister Leopold Meynaud das Fest für eröffnet. Nur der Bieranstich mit dem kleinen Fass muss noch geübt werden.

Die Zubereitung der Speisen an Grill und Töpfen lag in Männerhänden, während die Damen der beiden Komitees in feschen Dirndln den Service übernahmen und den Kontakt mit den Gästen pflegten. Bei den Bierzapfern bildeten sich immer wieder lange Schlangen.

Im Verlauf des Abends mussten weitere Tische und Stühle bereitgestellt werden, es war ein Kommen und Gehen und vor allem Bleiben. Die lebhafte Unterhaltung übertönte bei weitem die Musik vom Band, eine Livemusik wäre das I-Tüpfelchen gewesen.

Das Fazit:

Das Fest war gelungen. Jetzt hieß es nur noch die mitgebrachten Deko-Artikel etc. und das Leergut in Kisten und Kartons für die Heimreise einzupacken.

Am Sonntag genossen alle Helfer bei sommerlichen Temperaturen das gemeinsame Mittagessen im Freien.

Die beiden Vorsitzenden Laurence Guittet und Gerd Pfabe bedankten sich bei allen Helfern mit Worten und einer guten Flasche vom  Mont Ventoux.

 

Zum Abschluss luden die beiden Vorsitzenden zur 40-Jahrfeier der Gemeinde- partnerschaft am 10. bis 13. Mai 2018 nach Glashütten ein. Auf ein herzliches Wiedersehen in Glashütten.

 

Partnerschaft lebt vom Mitmachen.

 

Bericht von Sieglinde Fuchs

40 Jahre Partnerschaft Glashütten-Caromb                                                        vom 25. bis 28. Mai 2017

 

Ca. 90 Personen nahmen die Gelegenheit wahr, um mit Auto, Bahn oder Bus am 40jährigen Jubiläum der Partnerschaft teilzunehmen.

Erfreulicherweise haben auch einige jüngere Glashüttener die lange Reise in die Provence unternommen, sodass auch der interessierte Nachwuchs in Frankreich vertreten war.

 

Für die Busfahrer begann die Reise mit der Fa. Gutacker um 5 Uhr in der Frühe an den verschiedenen Einstiegsstellen und gestaltete sich zu einer sehr schönen Fahrt bei leeren Autobahnen und immer wärmer werdenden Temperaturen. Dadurch kamen wir schon eine Stunde früher als geplant am Marktplatz in Caromb an. Einige Gasteltern empfingen uns auf dem Place du Château mit kühlen Getränken und bereiteten uns einen sehr herzlichen Empfang. Alle Gäste wurden dann zügig ihren Gasteltern zugeordnet und der Abend wurde in der jeweiligen Familie verbracht.

 

Am nächsten Tag war ein Tagesausflug in die Nähe von Orange vorgesehen. Auf einem alten Schlossgelände, das die Familie Gruss, eine Zirkusfamilie, übernommen hat, befindet sich der Zirkus von Mai bis September in Piolenc in ihrem Sommerquartier.

Dieser Schlossgarten wurde sehr liebevoll in ein Zirkusareal umgestaltet und birgt viele interessante Attraktionen, wie ein Museum mit Zirkuskostümen, Plakaten und Erinnerungsstücken,

 

ein Elefantengehege, Pferdearena, kleine Areale in denen Kinder sich im Jonglieren, Seiltanzen und anderen Kunststückchen üben können.

Ein alter Baumbestand gibt Schatten genug, um einen Spaziergang durch den Park zu machen, auch Bänke laden zum Verweilen ein.

Das Tagesprogramm sah ein Pferdetraining vor, eine Elefantendusche mit Kunststücken der Elefantendame Syndha, Clownerien mit Kindern usw.

Zur Stärkung gab es ein ausgiebiges Mittagessen bevor wir in das Zurkuszelt zur Vorstellung eingeladen waren.

Allerlei Attraktionen von Seiltanz über Jonglieren, Dressur mit Hunden, Clownerien und Akrobatik an zwei Stangen, Pferdeshow mit über 20 Pferden, die im Galopp ihre Kreise in der Arena drehten und Kunststücke mit Keulen waren zu sehen.

Sogar ein Frosch hüpfte durch die Arena und vollführte allerlei Verrenkungen. Schon sein Kostüm war herrlich anzusehen.

 

"Gebadet" hauptsächlich durch die Hitze und das schöne Wetter an diesem Tag verließ jeder gerne das Zelt,

um sich bei einer Kaffeepause wieder zu erholen.

 

 

 

Damit war der Tag dann auch schon wieder zu Ende und der Abend wurde wieder in den Familien verbracht.

 

Der Samstag war dem offiziellen Programm gewidmet.

 

 

 

Der Tag begann mit einer ökumenischen Feier in der Kirche und wurde von den französischen und deutschen Partnern gestaltet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss daran setzten sich alle in Bewegung,

 

angeführt von den Tambourinaires du Comtat in Richtung Promenade, um der Zeremonie der Pflanzung eines Mandelbaumes beizuwohnen.

Am Platz der alten Mühlen von Caromb wurden von Bürgermeister Leopold Meynaud und Bürgermeisterin Brigitte Bannenberg symbolisch ein Mandelbaum gesetzt, in Anlehnung daran, dass die Partnerschaft in der heutigen Zeit eine Fortsetzung finden möge und von den nachfolgenden Generationen weiter geführt wird.

 

 

 

Auch die Präsidenten der Komitees beteiligten sich daran.

 

Weiter ging es durch die Innenstadt zum Salle de Polyvalente.

Ansprachen der Bürgermeister beider Orte und Vorsitzenden der beiden Förderkreise wechselten sich in deutsch und französisch ab.

Gastgeschenke wurden ausgetauscht, die Gemeinde Glashütten schenkte Caromb eine Bank mit Widmung. Ein Bild, mit Motiv von Glashütten, kam von der Künstlergruppe Glashütten.

 

Caromb überreichte ein Bild mit einem symbolisierten Feigenblatt und der Förderverein übergab ein Fotobuch, das die 40 Jahre Gemeindepartnerschaft dokumentiert.

Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang Heike Kolter, Andrea Reiter und Claudia Schiermeyer, die alle Reden in die jeweilige Sprache übersetzten.

Die Confrèrie de Vignes (Weinreben-Bruderschaft) aus Caromb nahm danach einige neue Mitglieder in ihre Reihen auf, unter anderem Brigitte Bannenberg, Andrea Reiter und Michelle Chaumard.

 

 

Danach lud Bürgermeister Leopold Meynand alle Anwesenden zu einem Aperitif ein.

Das Mittagessen fand auf dem Marktplatz statt und wurde mit Musik und Gesang begleitet. Ein Handwerkermarkt rund um den Innenstadtbereich lud zum Verweilen und Kaufen ein.

 

 

Nach einer ausgiebigen Verschnaufpause ging es dann am Abend weiter mit einem gemeinsamen, mehrere Gänge umfassenden  Abendessen

 

 

und einem Unterhaltungsprogramm mit Tanz im Salle Polyvalente.

Hauptsächlich Akteure aus Schloßborn belebten die Bühne.

 

 

 

Weit nach Mitternacht lichteten sich dann die Reihen, da am nächsten Tag schon wieder die Rückfahrt nach Glashütten anstand.

 

 

 

Der Förderkreis möchte sich nun bei all den Personen bedanken, die mitgeholfen haben, dass das Jubiläum in dieser Weise stattfinden konnte. Insbesondere geht der Dank an unsere Caromber Freunde, die das Fest organisiert und sich wieder einmal als exzellente Gastgeber bewährt haben.

Es lebe die deutsch-französische Freundschaft. À bientôt 2018 in Glashütten.